Die Berghütte Rifugio Venezia und die Geschichte von Alba Maria De Luca
Diese Geschichte mit ihr zu beginnen, fühlte sich ganz natürlich an. Das ist der erste Artikel unseres Blogs – und wir haben ihn Alba Maria De Luca gewidmet: dem Namen auf der Fassade des Rifugio Venezia, und in den Herzen all jener, die diese Berge wirklich kennen.
Wir schreiben das Jahr 1948. Alba Maria ist 18 Jahre alt, sie verbringt ihre Sommer in Borca di Cadore und liebt die Natur seit ihrer Kindheit. Intelligent, feinfühlig, mit einem ganz eigenen Blick auf die Berge. In jenem Sommer steigt sie – gemeinsam mit einem erfahrenen Bergführer und ihrem Vater – auf die Croda da Lago, einen strengen, wunderschönen Gipfel in den Dolomiten. Sie ist nicht allein, doch sie erlebt diese Tour auf ihre ganz persönliche Weise. Als sie den Gipfel erreicht, schaut sie zum Horizont und sagt Worte, die sich eingebrannt haben: „Der schönste Tag meines Lebens“. Wenige Stunden später, an der Nordseite der Croda da Lago, reißt ein tragischer Sturz sie aus dem Leben. Sie ist 18 Jahre alt.
Drei Jahre später, im Jahr 1951, beschließt der CAI Sektion Venedig, gemeinsam mit der Familie De Luca, die Schutzhütte Rifugio Venezia nach ihr zu benennen. Eine einfache, kraftvolle Geste des Erinnerns. Denn Alba Maria hat diese Berge geliebt – tief und leidenschaftlich.
Und wer heute hier vorbeikommt, trägt vielleicht ihre Geschichte nicht im Kopf, aber spürt sie im Herzen. Denn Alba Maria De Luca ist mehr als ein Name an der Wand. Sie ist eine Einladung, die Berge mit Respekt, Gefühl und Dankbarkeit zu erleben. So, wie sie es getan hat.

